Zurück in die Leitung: Interview mit Agnes Wojtacki-Meier

Nach ihrer Elternzeit hat Agnes Wojtacki-Meier die Leitung des Kompetenzzentrums Frau & Beruf Region Köln erneut übernommen. Wir haben ihr ein paar Fragen gestellt.

Agnes, wie blickst du auf deine Elternzeit zurück?
Im ersten Babyjahr passiert so viel, da es aber bereits meine zweite Elternzeit war, fühlte ich mich entsprechend viel gelassener und entspannter als bei unserem ersten Kind. So konnte ich diese besondere Zeit viel mehr genießen.

Wie hast du dich auf deinen Wiedereinstieg vorbereitet?
Mein Mann und ich haben uns früh und bewusst Gedanken darüber gemacht, wie wir die Kinderbetreuung zuverlässig sicherstellen, gerade vor dem Hintergrund der aktuellen Personalausfälle in vielen Kitas. So haben wir eine klare Strategie entwickelt: Wer ist wann und wie verantwortlich? Und wir haben das Glück, Großeltern mit freier Zeit in der Nähe zu haben. Sie sind fest eingeplant und unterstützen uns jede Woche an festen Tagen. Diese Regelung gibt mir viel Sicherheit – auch für mögliche Notfallsituationen.

Gibt es etwas, das du als Arbeitgeberin in Bezug auf Elternzeit anders machen würdest?
Ehrlich gesagt: gar nicht so viel, denn in meinem Fall ist bereits sehr vieles richtig gemacht worden. Besonders wichtig finde ich den kontinuierlichen Kontakt während der Elternzeit. Ich war regelmäßig mit meinem Team im Austausch, wurde weiterhin zu Festen und Feiern der Abteilung eingeladen und habe mich dadurch nie „außen vor“ gefühlt.
Mein Team hat mich regelmäßig über den aktuellen Stand der Dinge informiert, und ich hatte jederzeit die Möglichkeit, auch mit Baby an Veranstaltungen teilzunehmen. Das hat den Wiedereinstieg enorm erleichtert.

Worauf freust du dich jetzt besonders? Und welche Ziele oder Projekte möchtest du vorantreiben?
Am meisten freue ich mich darauf, wieder inhaltlich zu arbeiten, Ideen auszutauschen und zu sehen, wie daraus spannende Formate entstehen. Der fachliche Austausch, das gemeinsame Weiterdenken und Gestalten haben mir sehr gefehlt.
Gleichzeitig hat es mich sehr gefreut zu sehen, dass mein Team in meiner Abwesenheit alles großartig im Griff hatte und eigenständig mit tollen Projektideen gestartet ist und diese auch erfolgreich umgesetzt hat. Es wurde viel Neues ausprobiert, mutig gedacht und unsere Arbeit hat sich dadurch auch nach außen sichtbar weiterentwickelt.
Genau daran möchte ich nun anknüpfen: Bestehende Projekte weiterentwickeln, neue Impulse setzen und gemeinsam Formate vorantreiben, die Wirkung zeigen für unsere Zielgruppen ebenso wie für unser Team.

Welche Ideen bringst du aus deiner Zeit „draußen“ mit?

Meine Zeit außerhalb des Arbeitsalltags hat mir einen noch realistischeren Blick auf die Lebensrealitäten unserer Zielgruppen gegeben. Vereinbarkeit, Zeitknappheit, Verlässlichkeit und niedrigschwellige Angebote sind zentrale Themen, die viele Menschen aktuell beschäftigen und genau hier können wir noch stärker ansetzen.
Zum Beispiel flexible Arbeitszeiten:
Es zahlt sich für Unternehmen aus, Beschäftigten mit kleinen Kindern viel Flexibilität einzuräumen und einen Vertrauensvorschuss zu geben. Mütter und Väter wissen das sehr zu schätzen und werden dem Betrieb lange erhalten bleiben. Nach einigen Jahren sind die Kinder älter und selbstständiger und die Eltern wieder voll im Unternehmen engagiert – und das womöglich viele Jahre.

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