Von der Vision zum Vorreiter: Lanius GmbH schreibt seit 1999 nachhaltige Modegeschichte

Seit 1999 steht die Lanius GmbH für nachhaltige und hochwertige Damenmode – gegründet mit einer klaren Vision, die bis heute gelebt wird. Was als kleiner Betrieb in Köln begann, ist längst zu einem etablierten Unternehmen gewachsen: mit vier eigenen Stores in der Domstadt, einem europaweitem Vertrieb durch den eigenen Online-Shop und 400 B2B Kunden sowie einem Team von 60 Mitarbeiterinnen und zwei Mitarbeitern am Standort in der Kölner Südstadt. An der Spitze des Unternehmens stehen die Firmengründerin Claudia Lanius und ihre Tochter Annabelle Homann. Competentia traf Annabelle Homann im Stammsitz in der Rolandstraße zum Gespräch über die Erfolgsgeschichte, die Werte und die Zukunft von Lanius.

Annabelle, seit fünf Jahren bist du Teil der Geschäftsführung von LANIUS. Was hat sich unter deiner Führung verändert?
In den letzten fünf Jahren haben wir LANIUS konsequent weiterentwickelt – immer mit dem Anspruch, unsere Werte zu bewahren und gleichzeitig zukunftsfähig zu bleiben. Ein zentraler Fokus lag darauf, unsere Strukturen zu professionalisieren und Prozesse klarer und effizienter zu gestalten, ohne unsere persönliche, familiäre Unternehmenskultur zu verlieren. Gleichzeitig haben wir die Marke strategisch geschärft: Wir haben unsere Position im Premium-Nachhaltigkeitssegment weiter gefestigt, unsere Kollektionen noch klarer ausgerichtet und unsere Kommunikation stärker emotionalisiert. Ein weiterer wichtiger Schritt war die Digitalisierung – sowohl im Vertrieb als auch intern – um flexibler und resilienter auf Veränderungen reagieren zu können.

Was mir persönlich besonders wichtig ist: Transparenz, Verantwortung und eine moderne Führungskultur. Ich sehe meine Rolle darin, Räume zu schaffen, in denen Menschen ihr Potenzial entfalten können und wir gemeinsam an einer sinnstiftenden Vision arbeiten.Ganz konkret habe ich unser „Montagsmeeting“ mit dem ganzen Team eingeführt, sodass wir alle gemeinsam vor Ort in die Woche starten. Den „Nachhaltigkeitstag“ mit dem ganzen Team, ein Tag an dem jeder im Unternehmen die nachhaltige Entwicklung mit seinen Ideen vorantreiben kann. Ausbau von Benefits, um unser Team in unterschiedlichen Situationen mit finanziellen Zuschüssen zu unterstützen. Einführung einer zweiten Führungsebene inkl. neuer Strukturen und Prozesse sowie Weiterbildung der Führungskräfte hinsichtlich Gewaltfreier Kommunikation… 

Bei LANIUS sind 60 Frauen tätig. Da ist die Vereinbarkeit von Beruf und Familie sicher ein wichtiges Thema – und du hast selbst ein kleines Kind. Wie lebt ihr Vereinbarkeit im Unternehmen?
Vereinbarkeit ist für uns kein „Benefit“, sondern ein grundlegender Bestandteil unserer Unternehmenskultur. Gerade weil so viele Frauen bei uns arbeiten – viele davon in unterschiedlichen Lebensphasen – ist es essenziell, flexible und individuelle Lösungen zu ermöglichen. Konkret bedeutet das: flexible Arbeitszeitmodelle, die Möglichkeit zu mobilem Arbeiten und ein großes Vertrauen in eigenverantwortliches Arbeiten. Wir versuchen, Strukturen zu schaffen, die sich an das Leben anpassen – nicht umgekehrt. Weiterhin unterstützen wir die LANIUS Mütter finanziell mit einem Kita-Zuschuss. 

Ich erlebe selbst als Mutter, wie wichtig dieses Verständnis ist. Deshalb legen wir großen Wert auf eine offene Kommunikation und eine Kultur, in der Bedürfnisse ausgesprochen werden können, ohne dass das als Schwäche wahrgenommen wird. Führung bedeutet für mich hier auch, Vorbild zu sein und zu zeigen, dass Familie und Verantwortung im Job sich nicht ausschließen, sondern bereichern können.

Bei euch arbeiten Menschen von 21 bis 66, über ein Viertel der Mitarbeitenden ist älter als 50 Jahre. Welche Erfahrungen macht ihr mit einem altersgemischten Team?
Ein altersgemischtes Team ist für uns ein großer Gewinn. Unterschiedliche Generationen bringen unterschiedliche Perspektiven, Erfahrungen und Arbeitsweisen mit – genau diese Vielfalt macht uns als Unternehmen stärker. Die älteren Teammitglieder sind auch schon teilweise über 10 oder 20 Jahre bei uns. Das trägt auch zu dem familiären Arbeitsklima bei uns bei. Die Kolleg:innen mit mehr Erfahrung bringen oft eine große Ruhe, ein tiefes Fachwissen und langfristiges Denken mit. Jüngere Teammitglieder wiederum hinterfragen Dinge, bringen neue Impulse und eine hohe Dynamik ein. Diese Kombination führt zu besseren Entscheidungen und kreativeren Lösungen.

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