Am 29. April 2026 fiel in der Karl-Rahner-Akademie in Köln der Startschuss für die neue Runde von MENTEGRA. Unser Mentoring-Programm MENTEGRA bringt kleine und mittlere Unternehmen mit qualifizierten geflüchteten Frauen zusammen, die trotz ihrer Kompetenzen bisher keinen ihren Qualifikationen entsprechenden Zugang zum Arbeitsmarkt gefunden haben. Zehn Tandems trafen sich letzte Woche also zum ersten Mal – und die Aufbruchsstimmung im Raum war spürbar.
Dass das Programm erfolgreich ist, hat die Vergangenheit schon gezeigt. „MENTEGRA funktioniert“ – so bringt es Laila Anders auf den Punkt. Als Leiterin der Abteilung externe Gleichstellung im Amt für Gleichstellung von Frauen und Männern und Teil der MENTEGRA-Projektgruppe weiß sie, wovon sie spricht. Die Bilanz der bisherigen Durchläufe gibt ihr Recht: Fast alle Mentees, die bisher teilgenommen haben, waren am Ende in einem Beschäftigungsverhältnis oder hatten eine Anstellung in Aussicht.
Beim Kick-off kamen nicht nur die Tandems zusammen, sondern sie trafen auch auf die Projektgruppe, die das Programm seit der ersten Runde begleitet und unterstützt. Moderiert wurde der Auftakt von der Prozessbegleiterin Viola Kelb. Bürgermeisterin Derya Karadag betonte in ihrem Grußwort, das Programm habe große gesellschaftliche Bedeutung. Die geflüchteten Frauen brächten Fachwissen, Erfahrung, Kompetenz und persönliche Stärke mit. Von gleichen Chancen für Frauen profitiere die ganze Gesellschaft – so sei MENTEGRA ein Win-Win für alle Beteiligten.
Die Stimmen aus dem Raum spiegelten die Energie des Treffens wider. Mentee Alla Yesina fasste ihre Haltung offen zusammen: „Erwartungen habe ich keine. Ich freue mich darauf, neue Menschen kennenzulernen, etwas Neues zu lernen. Und wenn ich am Ende einen tollen Job finde, wäre das ein Superplus für mich!“ Ihr Mentor Dr. Stefan Corssen ergänzte: „Ich bin gespannt und neugierig.“
Zwölf Monate lang werden die Tandems nun zusammenarbeiten. Wir freuen uns auf diese Zeit – und sind überzeugt: Auch dieser Durchlauf wird zeigen, was möglich ist, wenn Menschen kooperieren und voneinander lernen.
Foto: Alla Yesina und Dr. Stefan Corssen


